MoZuluArt

... Fortsetzung

Als die drei Herren aus Zimbabwe noch hoffnungsvolle Heranwachsende auf den staubigen Straßen von Bulawayo waren und dort traditionellen Klängen, aber auch den Pop-Hits lokaler Großen wie Ilanga, Lovemore Majaivana, Fanyana Dube oder Solomon Skhuza lauschten, konnten sie sich überhaupt nicht vorstellen, dass es irgendwo auf der Welt so etwas wie "klassische Musik" gab. Erst als Teenager, als sie in den großen Kaufhäusern der Stadt unterwegs waren oder an einem Hotel vorbeigingen, h⊕rten sie "diese seltsame Musik, die dort auf und ab gespielt wurde und irgendwie ziemlich öd und langsam klang". Damals hatten sie noch keine Ahnung, dass sie eines Tages genau diese "öde, langsame" Musik neu arrangieren, mit neuen Texten versehen und selbst singen würden ...
Roland Guggenbichler wiederum vergeudete große Teile seiner Jugend damit, Klavier zu üben und mit seiner ersten Teenager-Band die Beatles zu imitieren. Das änderte sich erst, als er sich der oberösterreichischen Gruppe Rica Salsa anschloss, die afrokubanische Kläänge spielte. Die neuen Sounds und Rhythmen faszinierten den jungen Roland zwar, doch er brauchte noch einige Jahre, bis er entdeckte, dass afrikanische Musik nicht nur aus den bekannten "ndungu ndungu"-Trommeln besteht, sondern noch viele andere Formen und Stile zu bieten hat. Wäre Mozart heute noch am Leben, dann wäre er sicher stolz auf die Begegnung zweier Kulturen unter dem Banner seiner Musik – und wohl auch darauf, dass ein überraschtes Publikum im Takt zu seinen berühmten Kompositionen mit den Köpfen nickt und die Füße bewegt, fast wie in der Ethno-Disco.

Ramadu Gesang und Perkussion | Vusa Mkhaya Ndlovu Gesang | Blessings Nqo Nkomo Gesang | Roland Guggenbichler Klavier

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