Tanto Monta
... Fortsetzung
"Wer über Kummer und Misserfolge spricht mit
dem Mut, der dazu notwendig ist, macht das Beste aus seiner Niederlage. Wer darüber
singt und tanzt, hat schon begonnen, den Kampf zu gewinnen."
Diese Zuversicht hat ihn lange am Tango fasziniert, doch fand er sie auch in der Folklore
Galiziens oder in alten spanischen Balladen: Wer Ramons schlichte und intensive
Interpretation von Hijo de la luna gehört hat, der wird an den vielen aufgemotzten
Versionen dieses Liedes keinen Gefallen mehr finden.
Hijo de la luna (spanisch: Sohn des Mondes, wörtlich: Sohn der Mondin) ist ein Lied über
eine alte Legende, das von José Maria Cano geschrieben wurde. Eine Zigeunerin fleht
darin die Mondin eine ganze Nacht lang an, ihr einen Mann zu schenken. Schließlich
wurde ihr der Wunsch gewährt, und sie sollte einen dunkelhäutigen Zigeuner zum Mann
bekommen. Doch die Mondin verlangte eine Gegenleistung. Sie wollte das erstgeborene
Kind haben. Das Kind kam zur Welt, doch es war nicht dunkelhäutig, sondern hell wie
das Fell eines Hermelins, mit grauen Augen, eben ein Kind der Mondin. Der Zigeuner
glaubte an Zauberei oder Ehebruch und erstach seine Frau mit einem Messer. Das Kind
brachte er auf einen Berg und ließ es dort liegen. Das Kind blieb dort und lebte weiter. In
den Vollmondnächten ging es ihm gut, und wenn es weinte, nahm die Mondin ab, um
dem Kind eine Wiege zu sein.
Einen kongenialen Begleiter fand Ramón in Angel Garcia Arnés, der dem Kasseler
Publikum nicht ganz unbekannt sein dürfte – vor Jahren war er mit dem Sureste Tango
Trio schon einmal beim Weltmusikfestival zu Gast. Arnés stammt aus Salamanca und
arbeitet schon lange als Professor für klassische Gitarre an der Universität Hamburg. Bei
aller Virtuosität ist Angel ein einfühlsamer Begleiter, der sich nie aufdrängt. In seinen
Solos aber lässt er sein ganzes Können aufblitzen.
Seit 2001 interpretieren Ramón Regueira und Angel Gracía Arnés gemeinsam
ausdrucksstark, eigenwillig, charmant und witzig das Wiedererwachen der Romantik. Als
Duo "Tanto Monta" mischen sie klassisch-populäre Folklore aus Spanien, Portugal und
Lateinamerika mit eigenen Kompositionen in neuen Arrangements und feiern so den
Untergang des musikalischen Fast Foods. Denn das Duo präsentiert Musik, die
schnörkellos und doch immer einfallsreich, melancholisch und doch humorvoll, besessen
und beseelt, jedem leichtfertigen Schubladendenken widersteht. Kraftvoll und verlockend
sinnlich entführt dabei das warme Bariton Timbre Ramón Regueiras auf eine Reise ohne
Grenzen, beflügelt von der Freiheit und dem Gefühl, seine Träume zu leben.
Nicht nur auf der Bühne sind Ramón Regueira und Angel García Arnés ein eingespieltes
Team. Humorvoll spannt das Gitarrenduo bei ihren Konzerten den musikalischen Bogen
weit über die Zuhörer und fesselt so Ohren und Sinne. Träumerische Eleganz.
Ramón Regueira Gitarre, Gesang | Angel Gracía Arnés Gitarre
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